ASR A2.2: Maßnahmen gegen Brände - Neue Regel für Arbeitsstätten

14.06.2013
ASR A2.2: Maßnahmen gegen Brände - Neue Regel für Arbeitsstätten

Die ASR A2.2 regelt klare Anforderungen an betriebliche Selbsthilfemaßnahmen zum vorbeugenden Brandschutz

Mit Bekanntgabe der neuen Arbeitsstättenregel “Maßnahmen gegen Brän­de” (ASR A2.2) haben Unternehmen ihre Gefährdungsbeurteilung auch auf Brandrisiken zu erstrecken und Brandschutzmaßnahmen zu treffen.

Insbesondere die Anforderun­gen an die Unterweisung von Beschäftigten und betrieblichen Brandschutzhelfern so­wie die betriebliche Ausstattung mit Feuerlösch- und Brandmeldeeinrichtungen und deren Wartung und Prüfung sind dort näher beschrieben. Darauf weisen der Bundes­verband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. (bvbf) und die Gütegemeinschaft Instandhal­tung Feuerlöschgeräte e.V. (Gif) hin.

Es gilt nach einer Gefährdungsbeurteilung die betrieblich angemessenen technischen und organisatorischen Brandschutzmaßnahmen zu treffen, was die Ermittlung der Brandgefährdung voraussetzt. Es wird zwischen normaler und erhöhter Brandgefahr unterschieden:

  • Eine normale Brandgefahr wird in all jenen Bereichen angenommen, die mit einer Büronutzung vergleichbar sind.
  • Eine erhöhte Brandgefahr gilt dagegen in allen Betrieben, wo leicht brennbare Stoffe zum Einsatz kommen oder für die Brandentstehung begünstigende Um­stände herrschen. Hierzu wurde eine beispielhafte Liste mit betroffenen Be­triebsarten und Betriebsbereichen wie Verkauf, Handel, Lagerung, Dienstleis­tung, Industrie und Handwerk erstellt.

Besondere Regeln gelten darüber hinaus zum Beispiel für Baustellen, für die die Anzahl der Feuerlöscher und die regelmäßige Unterweisung der Mitarbeiter konkretisiert wer­den. Für Küchen wird in der ASR A 2.2 generell die erhöhte Brandgefährdung festge­stellt, so dass hier zusätzlich zur Grundausstattung Fettbrandlöscher für die Brand­klasse F vorzusehen sind.

Weitere Neuerungen betreffen die Grundausstattung mit Feuerlöschern. So können hier künftig nur noch Löschgeräte mit mindestens sechs Löschmitteleinheiten (LE) an­gerechnet werden. Zudem müssen Feuerlöscher möglichst in nicht mehr als 20 Meter Wegstrecke erreichbar sein.

Bei erhöhter Brandgefahr ist zudem die Bereitstellung zu­sätzlicher Feuerlöschtechnik – von tragbaren oder fahrbaren Kohlendioxid-, Schaum- oder Pulverlöschern bis hin zu Wandhydranten oder Löschanlagen – und Brandmelde­technik im Einzelfall zu prüfen und vorzunehmen.